Foto Zahnärztin
Dezentrale Fortbildung
Grundlagen der implantologischen Planung - Fehlervermeidung und Risikoabschätzung
Referent Dr.med. Michael Stiller (Berlin)
Inhalte Die indikationsabhängige Planung implantologischer Versorgungen ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen der modernen Zahnheilkunde. Zwar suggerieren inzwischen röntgenologisch und morphologisch computerbasierte Simulationstechniken und deren Informationstransfer in Schablonen ein hohes Maß an klinischer und forensischer Sicherheit. Diese Sicherheit täuscht jedoch darüber hinweg, dass die Abschätzung der funktionellen Komponente nach wie vor empirisch basiert ist und die chirurgische und prothetische Umsetzbarkeit ein hohes Maß an Erfahrungen in der Selektion der verschiedenen Arbeitstechniken voraussetzt. Auch der Einzug von künstlicher Intelligenz wird höchstwahrscheinlich bei den Planungstools in den nächsten Jahren nichts an dieser defizitären Situation ändern.

Im Kern geht es darum, entsprechend der vorliegenden Indikation und dem Patientenwunsch eine sinnvolle Planung zu erstellen, die unter Berücksichtigung der individuellen funktionellen und ästhetischen Parameter sowie unter Beachtung der individuellen Risikofaktoren wie Besonderheiten der Hart- und Weichgewebsmorphologie und der Skelettalmorphologie ein Höchstmaß an Nachhaltigkeit verspricht. Dieses Herangehen soll Risiken für mechanische Schäden an den Implantaten und Restaurationen überschaubar halten und periimplantäre Infektionen vermeiden.
Gerade bei komplexen Fällen ist es dann zwingend notwendig, Arbeitsmethoden der Parodontologie und der Endodontie synoptisch mit denen der Implantatchirurgie und -prothetik derart zusammenzuführen, dass die Zielversorgung über einen für den Patienten akzeptablen Zeitraum realisiert werden kann.

In dem Seminar werden an zahlreichen Fallbeispielen
  • 1. systematisch funktionelle und morphologische Risikofaktoren erläutert,

  • 2. die Synergien zwischen den unterschiedlichen statischen Qualitäten natürlicher, oftmals parodontal geschädigter Zähne und Implantaten sowie

  • 3. die Anzahl, Dimension und räumliche Verteilung der Implantate in Abhängigkeit des Gewebstyps und der Funktion in Statik und Dynamik diskutiert,

  • 4. chirurgische Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung der Zeitschiene dargestellt und

  • 5. das Spektrum provisorischer Versorgungsmöglichkeiten analysiert.


  • Der Seminarteilnehmer soll damit in die Lage versetzt werden, nicht nur in Standardsituationen, sondern auch in komplexen Fällen eine Planung zu erstellen, in der sich die implantologische Versorgung sinnvoll in das faziale Gesamtkonzept integriert.
    Teilnahmegebühr EUR 200,00
    Punkte 6
    Ansprechpartner Gabriele Anette Oster
    Telefon: 0355-38148-27
    goster@lzkb.de
    Termine Ort Status Aktion
    21.05.2021 Cottbus Es gibt noch freie Plätze Anmelden