Foto Zahnärztin
Dezentrale Fortbildung
Kariesexkavation - alles anders als bisher?
Referent Prof. Dr. Sebastian Paris (Neuruppin)
Inhalte Bis vor wenigen Jahren war es ein klassischer zahnärztlicher Kunstfehler, bei der Exkavation vor einer Füllungstherapie kariöses Dentin zurückzulassen. Ein weitverbreitetes Dogma in der Zahnmedizin besagte, dass zurückbleibende Bakterien den Kariesprozess unter einer Füllung weiter aufrechterhalten und so den Pulpa-Dentin-Komplex schädigen könnten. Um infiziertes Dentin vollständig zu entfernen, wurde daher bei tiefen Kavitäten eine iatrogene Eröffnung der Pulpa in Kauf genommen.

In jüngerer Zeit mehren sich jedoch Hinweise darauf, dass eine vollständige Entfernung bakteriell infizierten Dentins nicht zwingend notwendig ist. Durch die dichte Versiegelung mit einer adhäsiven Füllung werden zurückbleibende Bakterien scheinbar von ihrer Substratzufuhr abschnitten und dadurch inaktiviert. Durch ein bewusstes Belassen kariösen Dentins in Pulpanähe kann so oftmals eine Eröffnung und Schädigung der Pulpa verhindert werden.

Doch wie steht es mit der wissenschaftlichen Evidenz dieser Methode? Wie viel Karies darf belassen werden und welche praktischen Folgen hat dieses Vorgehen? Ist eine medikamentöse Abdeckung des Dentins sinnvoll? In dem Vortrag werden diese praxisrelevanten Fragen angesprochen und der derzeitige Wissensstand zur Kariesexkavation diskutiert.
Teilnahmegebühr EUR 180,00
Punkte 4
Ansprechpartner Margit Harms
Telefon: 0355-38148-25
mharms@lzkb.de
Termine Ort Status Aktion
27.03.2019 Cottbus Es gibt noch freie Plätze Anmelden