Foto Zahnärztin
Dezentrale Fortbildung
DSGVO in der Zahnarztpraxis - Ausblick auf das neue Datenschutzrecht - die EU-Datenschutzgrundverordnung
Referent RA David Seiler (Cottbus)
Inhalte Im November trat eine Neuregelung des strafrechtlichen Schutzes von Patientengeheimnissen in § 203 StGB in Kraft, die die Einschaltung externer IT-Dienstleister straffrei stellt. Voraussetzung ist allerdings, dass diese über ihre Schweigepflicht und Strafbarkeit belehrt werden. Datenschutzaufsichtsbehörden haben in diesem Zuge angekündigt, künftig bei der Ärzteschaft zu kontrollieren, ob auch die dazu notwendigen datenschutzrechtlichen Verträge geschlossen wurden.

Am 25. Mai 2018 tritt zudem eine neues Datenschutzrecht in Kraft: die neue EU-Datenschutzgrundverordnung als auch in Deutschland unmittelbar geltendes Recht und das neue Bundesdatenschutzgesetz. Bei Verstößen drohen empfindliche Bußgelder.

Zahlreiche Pflichten für die Praxis

Das neue Datenschutzrecht bringt bei gleichbleibenden Grundlagen zahlreiche neue gesetzliche Dokumentations-, Organisations- und Informationspflichten mit sich. Da die Datenschutzaufsichtsbehörden nicht nur einen Sanktions-, sondern einen vorbeugenden Beratungsauftrag haben, hat die Datenschutzaufsicht Mecklenburg-Vorpommern eine Fragebogenaktion zum Stand der Anpassung der Praxisorganisation an die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Ende letzten Jahres gestartet.

Aus dem Fragebogen wird deutlich, welche Mindestanforderungen an die datenschutzkonforme Praxisorganisation die Datenschutzaufsicht stellt: Dokumentation der Rechtsgrundlage der Datenverarbeitung, Anpassung von Einwilligungsformularen, bei entsprechender Praxisgröße die Bestellung eines internen oder externen Datenschutzbeauftragten, Vorbereitung auf die Durchführung von Datenschutz-Folgeabschätzungen, Einsatz von Pseudonymisierungs- oder Verschlüsselungsverfahren, Dokumentation von Speicherfrist und Löschkonzept, Dokumentation der technischen und organisatorischen Sicherungsmaßnahmen zum Schutz der Patientendaten, Organisation und Dokumentation eines Meldeprozesses bei Datenschutzverstößen, Information der Patienten über die Datenverarbeitung einschließlich ihrer Auskunfts- und Beschwerderechte, Organisation des Betroffenenrechts einschließlich des Auskunftsprozesses.

Über die neuen rechtlichen Anforderungen wird der Autor, der auch als Datenschutzbeauftragter in Unternehmen des Gesundheitsbereiches tätig ist, in der Fortbildungsveranstaltung der LZÄKB am 2. März 2018 in Potsdam informieren.

Hinweis der Redaktion:
Die LZÄKB stellt im Internet unter ?lzkb.de >> Zahnarzt >> Berufsrecht >> Beruf und Recht einen aktualisierten Datenschutzleitfaden mit entsprechenden Informationen zur Verfügung.

Weitere Informationen zum Thema:
  • -> www.ds-law.eu
  • -> www.datenschutz-recht-medizin.de/datenschutzanforderungen-arztpraxis

Fragebogen zum Stand der Anpassung der Datenschutzorganisation an die DSGVO: ?www.datenschutz-mv.de/static/DS/Dateien/Publikationen/Fragebogenaktion/Fragebogen.pdf
Teilnahmegebühr EUR 125,00
Punkte 3
Ansprechpartner Margit Harms
Telefon: 0355-38148-25
mharms@lzkb.de
Termine Ort Status Aktion
02.03.2018 Potsdam Ist ausgebucht