Foto Zahnärztin
Dezentrale Fortbildung
Die medikamenteninduzierte Kiefernekrose
Referent Prof. Dr. Dr. Christian Stoll Ruppiner Klinikum für MKG Chirurgie (Neuruppin)
Inhalte In dieser für Zahnärzte und Ärzte gleichermaßen gedachten Fortbildung möchten wir Ihnen eine Thematik ans Herz legen, die sich mit Fragen beschäftigt, die bei beiden Berufsgruppen in relevanter Fallzahl auftreten. Für beide Teile kann diese Thematik nur dann adäquat beantwortet werden, wenn die Kompetenz beider Seiten in die Beantwortung einfließt: Es geht um die antiresorptive Therapie bei unterschiedlichen malignen und benignen Knochenstoffwechselstörungen sowie der Hyperkalzämie.

Zu den Hauptindikationen gehören ossäre Metastasen solider Tumore insbesondere des Mamma- und Prostatakarzinoms, das Multiple Myelom, die primäre und sekundäre Osteoporose und der Morbus Paget. Die dabei möglicherweise auftretende Kiefernekrose ist eine schwerwiegende Erkrankung, da sie mit relevanten funktionellen Beeinträchtigungen wie einer Kompromittierung der Kaufunktion und der oralen Anteile der Schluck und Sprechfunktion sowie insgesamt mit einer Minderung der mundbezogenen Lebensqualität einhergehen kann (Bisphosphonat-assoziierte Kiefernekrose [BP-ONJ] und andere Medikamenten-assoziierte Kiefernekrosen, AWMF-Register Nr. 007/091, Klasse: S3).

Anhand der Indikation und der Medikation können heute drei Risikokategorien unterschieden werden: ein niedriges Risikoprofil bei der primären Osteoporose und einer Medikation: oral (meist Alendronat) oder i.v. (zum Beispiel Zoledronat 5 mg alle 12 Monate) mit einer Prävalenz von etwa 0,1 Prozent, ein mittleres Risikoprofil bei der Therapie-induzierten Osteoporose und einer Medikation: i.v. (zum Beispiel Zoledronat 4 mg alle 6 Monate) mit einer Prävalenz von etwa 1 Prozent und ein hohes Risikoprofil bei ossären Metastasen wie auch dem Multiplen Myelom und einer Medikation: i.v. (zum Beispiel Zoledronat 4 mg alle 4 Wochen) mit einer Prävalenz von 1 bis 19 Prozent.

Der gemeinsame Umgang mit den betroffenen Patienten erfordert Wissen und Verständnis der Zusammenhänge auf beiden Seiten der Ärzte- und Zahnärzteschaft. Mit dieser Veranstaltung möchten wir ein Forum bieten, das dabei hilft, beides zu mehren.
Teilnahmegebühr EUR 150,00
Punkte 3
Ansprechpartner Margit Harms
Telefon: 0355-38148-25
mharms@lzkb.de
Termine Ort Status Aktion
14.03.2018 Cottbus Es gibt noch freie Plätze Anmelden