Tag der Zahngesundheit: „Gesund beginnt im Mund – Zündstoff!“ – nur Zahnuntersuchungen bieten Schutz vor Parodontitis

210925 TdZ Paro01 instaZum bundesweiten Tag der Zahngesundheit am Samstag, dem 25. September, rufen Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB) und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg (KZVLB) dazu auf, die jährlichen Vorsorgetermine und insbesondere Untersuchungen auf Parodontitis wahrzunehmen. Da von dieser chronischen Entzündung Millionen Deutsche betroffen sind, ohne es oft zu bemerken, lautet das diesjährige Motto des Tages für Zahngesundheit „Gesund beginnt im Mund – Zündstoff!“.

Eine Parodontitis entwickelt sich in den meisten Fällen schleichend und schmerzlos. Zu den frühen Anzeichen gehört die Gingivitis (Zahnfleischentzündung). Bleibt sie unbehandelt, entstehen Zahnfleischtaschen, in denen sich schädliche Bakterien vermehren können. Die mögliche Folge ist eine bakterielle Infektion, die das Gewebe und den Kieferknochen angreift und abbaut. Der Zahn verliert dadurch zunehmend an Halt und kann nach einiger Zeit sogar ausfallen. Zudem gibt es viele mögliche Wechselwirkungen auf den ganzen Organismus.

Unter den Erwachsenen in Deutschland haben rund zehn Millionen Menschen eine schwere parodontale Erkrankung. Zudem kann Parodontitis die Gesundheit weit über die Zahngesundheit hinaus beeinflussen. Gelangen Bakterien und Entzündungsstoffe in den Blutkreislauf, verursachen sie häufig Probleme in anderen Regionen des Körpers. So werden beispielsweise Zusammenhänge zwischen einer Parodontitis und Schwangerschaftskomplikationen angenommen. Werdende Mütter sollten daher immer auch zur zahnärztlichen Kontrolle gehen. Medizinische Studien zeigen zudem, dass die Parodontitis Wechselbeziehungen mit Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Rheuma, chronischen Atemwegserkrankungen oder kardiovaskulären Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall eingehen kann.

Dipl.-Stom Jürgen Herbert, Präsident der Landeszahnärztekammer Brandenburg, erläutert: „Entzündetes Zahnfleisch betrifft den ganzen Körper. Eine unbehandelte Parodontitis schwächt den Körper dauerhaft. Gehen Sie nicht das große Risiko von Folgeerkrankungen einer unbehandelten Parodontitis ein, sondern gehen Sie zum Zahnarzt! Falls Patienten zu sehr unter Angst leiden, gibt es aus der Reihe unseres zahnärztlichen Patienteninformationssystems ganz neu den ZahnRat Nr. 106, um die Angst zu überwinden.“

Dr. Eberhard Steglich, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Land Brandenburg weist darauf hin: „Gerade jetzt ist es wichtig, die geplanten und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und notwendigen zahnärztlichen Behandlungen durchzuführen. Jede aufgeschobene Behandlung verschlimmert in der Regel den Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten. Auch in Zeiten der Pandemie stehen Ihnen die Zahnärztinnen und Zahnärzte gegen die Volkskrankheit Parodontitis mit Rat und Tat zur Seite.“

Presse - Ansprechpartner

LZÄKB: Jana Zadow-Dorr, Tel. 0355/3 81 48-15, E-Mail

KZVLB: Volker Heitkamp, MBA, M.A., Tel.: 0331/2977-474, E-Mail