30 Jahre zahnärztliche Selbstverwaltung: Rückblick auf erfolgreiche Jahre

Logos KZV LZKBDie Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB) und die Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg (KZVLB) begehen am 18. November ihre Feierlichkeiten zu 30 Jahren zahnärztlicher Selbstverwaltung im Land Brandenburg. In Cottbus, dem Sitz der Landeszahnärztekammer, wird innerhalb einer Feierstunde auf die Jahre 1991 bis 2021 zurückgeblickt.

Nach der Wiedervereinigung galt es zunächst, die Organisationsstrukturen der zahnärztlichen Selbstverwaltung aufzubauen. Das begann mit der Gründung der KZVLB als Verein am 1. Mai 1990 sowie der LZÄKB als Körperschaft am 16. Februar 1991. Am 2. Juli 1991 wurde die Kassenzahnärztliche Vereinigung Land Brandenburg als Körperschaft ins Leben gerufen. Große Unterstützung und Hilfe leisteten dabei in den ersten Jahren Kassenzahnärztliche Vereinigung und die Zahnärztekammer in Westfalen.

Die brandenburgischen Zahnärzte wurden von ihren Körperschaften auf dem Weg in die Niederlassung oder Anstellung begleitet und in das System der Abrechnung eingeführt. Flächendeckend wurde ein zahnärztlicher Bereitschaftsdienst aufgebaut und für noch ungeklärte Fragen vor oder nach einer Behandlung Patientenberatungsstellen eingerichtet. Diese schätzen die Patienten als „Zweitmeinungsberatung“ und nehmen sie gern in Anspruch.

In den vergangenen drei Jahrzehnten hatten die Körperschaften zahlreiche Herausforderungen, wie beispielsweise die Umsetzung etlicher Gesundheitsreformen, zu schultern. Als Antwort auf die stetige Zunahme gesetzlicher Vorgaben musste das Serviceangebot von KZVLB und Kammer permanent erweitert werden. Aktuell stellt die Umsetzung der Telematik die Zahnärzteschaft vor große Aufgaben. Ein weiteres drängendes Zukunftsthema ist die Gewinnung zahnärztlichen Nachwuchses, insbesondere auf dem Land und in der Fläche. Ein Studium der Zahnmedizin im eigenen Land – an der künftigen staatlichen medizinischen Hochschule in Cottbus angegliedert – wäre hierbei eine wünschenswerte Entlastung.

Dipl.-Stom Jürgen Herbert, Präsident der Landeszahnärztekammer Brandenburg, erläutert: „Die Geschichte der Selbstverwaltung in Brandenburg ist eine Erfolgsgeschichte. Zu danken ist den zahlreichen ehrenamtlichen Zahnärzten, die sich in den Gremien und Arbeitsgemeinschaften der Körperschaften engagieren und so die Selbstverwaltung stützen. Auch die Mitarbeiter der ersten Stunde haben beim Aufbau funktionsfähiger Körperschaften Unglaubliches geleistet.“

Dr. Eberhard Steglich, Vorsitzender des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Land Brandenburg weist darauf hin: „Gerade in der jetzigen Zeit ist es wichtig daran zu erinnern, dass die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ohne die freiberuflichen Zahnärzte nicht zu denken ist. Sie beruht auf dem tagtäglichen Engagement derjenigen, die sich um die Patienten in Brandenburg kümmern und so die Zukunft der Versorgung sicherstellen.“

Eine Pressemitteilung vom 17. November 2021. Fotos sind in der --> Fotogalerie hinterlegt

Kontakte:

LZÄKB: Jana Zadow-Dorr, Tel. 0355/381 48 15, E-Mail

KZVLB: Volker Heitkamp, MBA, M.A., Tel. 0331/2977 474, E-Mail