Foto Zahnärztin
Dezentrale Fortbildung
Mundschleimhautveränderungen bei allgemeinen Erkrankungen
Referent Prof. Dr. med. dent. Andrea M. Schmidt-Westhausen
Inhalte Dem Zahnarzt kommt bei der Diagnose von Mundschleimhauterkrankungen eine große Bedeutung zu, denn Veränderungen der Mundschleimhaut können (frühe) Zeichen einer Allgemeinerkrankung sein. Angefangen von Kinderkrankheiten wie Infektionen (Röteln, Scharlach, Masern, Windpocken), die sich auf der Mundschleimhaut als Krankheitsbild zeigen, bis hin zu schweren Allgemeinerkrankungen wie:

· Erkrankungen des blutbildenden Systems
· HIV-Infektion
· Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
· genetische Erkrankungen
· Erkrankungen des Bindegewebes
· Stoffwechselerkrankungen
· ernährungsbedingte Störungen

können zunächst als unklare Veränderungen Vorboten einer Allgemeinerkrankung sein.

Auch die Einnahme von Medikamenten kann zu Läsionen der Mundschleimhaut führen (z. B. Fuchs-Steven-Johnson-Syndrom, lichenoide medikamentenbedingte Reaktion).

Neue Therapien mit Zytostatika, Immunsuppressiva und Immunmodulatoren können im Laufe der Zeit zu Veränderungen der Mundschleimhaut führen (Ulzera, Hyperplasien). Hier kann der Zahnarzt/Stomatologe/Oralmediziner unter Umständen die Erstdiagnose stellen und so dem Patienten einen langen Leidensweg ersparen.

In diesem Kurs sollen neben der klinischen Untersuchung neue Erkenntnisse in Diagnostik (histologische und zytologische Aufarbeitung von Gewebsproben, mikrobiologische Untersuchungen) vorgestellt und die Bedeutung einer Kooperation der verschiedenen Behandler zum Wohle der Patienten betont werden.
Teilnahmegebühr EUR 150,00
Max. Teilnehmer 25
Punkte 4
Ansprechpartner Margit Harms
Telefon: 0355-38148-25
mharms@lzkb.de
Termine Ort Status Aktion
15.02.2017 Potsdam Es gibt noch freie Plätze Anmelden