ZahnRat 67

 

Implantate: Wann? Wie? Wo? Wer?

 

 

Textfeld:  Was ist Implantologie?

 

Die zahnärztliche Implantologie ist die Wissenschaft, die sich mit den Werkstoffen, den Operationsmethoden und der Gestaltung des Zahnersatzes auf Implantaten beschäftigt. Im weiteren Sinne gehört dazu auch die Entwicklung von Methoden, den Knochen und das Zahnfleisch zu ersetzen, wenn diese im Laufe der Zeit verloren gegangen sind.

 

 

Was sind Implantate?

 

Das zahnärztliche Implantat ist ein dübelartiger Formkörper, der anstelle einer Zahnwurzel in den Knochen eingeschraubt wird und der Befestigung von Zahnersatz dient. Das kann eine einzelne Zahnkrone sein, aber auch eine Brücke oder eine abnehmbare Prothese.

 

 

Wie sehen Implantate aus?

 

Implantate sind schraubenförmige Körper mit einem groben Außengewinde und einem feinen Innengewinde. Sie ähneln einem Dübel und bestehen aus Titan, seltener aus Zirkonoxidkeramik. Ihre Oberfläche ist mit speziellen Strukturierungen versehen, die auf die Bedürfnisse des Knochens genau abgestimmt sind.

 

 

Wann sind zahnärztliche Implantate sinnvoll?

 

Zahnärztliche Implantate sollte man für Zahnersatz immer dann in Erwägung ziehen, wenn sonst

 

-          gesunde Zähne beschliffen werden müssten,

-          eine festsitzende Versorgung mit Brücken nicht mehr möglich wäre, 

-          eine Prothese schlecht funktionieren würde. 

 

Unter Umständen ist eine zahnärztliche Therapie mit Implantaten nicht verantwortbar, wenn eine Vorerkrankung vorliegt, wegen der

 

-          der Patient sich an neuen Zahnersatz nicht gewöhnen kann
(zum Beispiel bestimmte depressive Erkrankungen),

-          dem Patienten der Stress der Operation nicht zuzumuten ist,

-          dem Patienten ein Organ transplantiert wurde,

-          die Stabilität der Knochen eingeschränkt ist,

-          die Funktion des Immunsystems gestört ist,

-          die Blutgerinnung des Patienten gestört ist,

-          die Möglichkeit des Patienten, die erforderliche Mundhygiene  einzuhalten, gestört ist (zum Beispiel Parkinsonsche Erkrankung).

 

Die Entscheidung für oder gegen Implantate muss in diesen Fällen von Hauszahnarzt und Hausarzt nach sorgfältiger Abwägung der individuellen Situation des Patienten gemeinsam gefällt werden.

 

 

Grundsätze:

 

-          Die Implantattherapie darf die bestehende Vorerkrankung nicht verschlimmern.

-          Die Vorerkrankung darf den Erfolg der Implantattherapie nicht gefährden.

 

 

Wer kann implantieren?

 

Jeder Zahnarzt, der sich in der zahnärztlichen Implantologie tiefgründig und nachhaltig fortgebildet hat, kann implantieren. Stellt er bei seiner Untersuchung besondere Probleme fest, die eine Behandlung sehr kompliziert machen würden, wird er Sie zu einem besonders spezialisierten Kollegen überweisen.

 

 

 

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